Die spirituelle Bedeutung von Surrender Loslassen

Surrender – Die spirituelle Kunst des Loslassens

Was bedeutet „Surrender“ eigentlich?

Wie lässt sich Surrender übersetzen?
Wörtlich heißt es „sich ergeben“. Doch im spirituellen Sinne bedeutet es weit mehr:

Surrender ist Hingabe – das bewusste Loslassen von Kontrolle und das Vertrauen in den Fluss des Lebens.

Wie Lao Tzu im Wu Wei lehrte oder Bruce Lee mit seinem berühmten Satz „Be water, my friend“:
Es geht darum, mit dem Leben zu fließen, statt sich mit voller Kraft dagegenzustemmen.

Wir halten so oft an jedem kleinen Steinchen fest, das uns begegnet – beispielsweise an Beziehungen, Erinnerungen oder Erwartungen.
Doch das Leben reißt uns ohnehin mit. Je mehr wir uns dagegen wehren, desto erschöpfter werden wir.

Loslassen ist kein Aufgeben.
Es ist ein Annehmen – ein Einverständnis mit dem Jetzt. Wir kapitulieren und akzeptieren den Moment, so wie er ist. Irgendwann kommen wir an den Punkt, an dem sich all die Anstrengungen nicht mehr lohnen und wir uns dem größeren Ganzen hingeben. Wir haben keine Kraft mehr, Lebensumstände kontrollieren zu wollen.

Wir beginnen zu vertrauen, dass alles seine Richtigkeit hat. Etwas anderes bleibt uns nicht mehr übrig. Wir schauen, was das Leben uns bringt.

Surrender, The Art of Letting go, Flow of Life

Hingabe an den Fluss des Lebens

Warum fällt uns das so schwer – Loszulassen?
Wir halten in unseren Gedanken und Umgebung alles fest. Wir haften an Gedanken, Gegenständen, Menschen. Unser Verstand sucht nach dem Bekannten, und unsere starke Anziehung und Identifikation zu diesen macht es schwer wirklich loszulassen. Wenn wir uns bewusst Dinge gehen lassen wollen, spüren wir oftmals Trauer oder Wut. Wir sind nicht bereit loszulassen. Aber das erfordert Surrender. Lass los. Und erlebe die Freiheit, die dadurch entsteht.

Dazu findest du hier eine kleine Meditation: Surrender


Einer unser Lieblingsautoren ist Dr. Joe Dispenza. Durch seine eigenen Erfahrungen, hat er sich selbst geheilt. Durch sein Bewusstsein. Wir lenken unser Bewusstsein zu oft an Dinge, die wir nicht wollen. Wir sind uns dessen nicht einmal bewusst.

Wie Dr. Joe Dispenza beschreibt, läuft das Ego in endlosen Schleifen.
Es wiederholt alte Muster, weil es Sicherheit sucht. Es sucht nach dem Bekannten.

Doch Sicherheit liegt selten im Unbekannten selbst– Das Ego hat Angst vor dem, was es nicht kennt..
Doch genau das fordert Surrender:
Den Sprung ins Unbekannte.

Surrender to the unknown – gib dich dem Ungewissen hin. Und das unsichtbare Netz wird dich auffangen.

Das bedeutet natürlich nicht, blind zu springen.
Stattdessen bedeute es, Schritt für Schritt Vertrauen zu üben – dorthin zu gehen, wo dein Herz leise sagt:
Hier kannst du ein wenig Kontrolle abgeben und loslassen.

Manchmal reicht schon ein tiefer Atemzug, um ein kleines Stück Kontrolle aufzugeben.
Und genau in diesem Moment öffnet sich etwas in uns – ein Raum für Frieden & Gelassenheit.


Sicherheit und das erste Chakra in Verbindung mit Surrender

Im Kern von Surrender schwingt immer ein Thema mit: Sicherheit.

Das Wurzelchakra (Muladhara), unser energetisches Fundament, steht für Urvertrauen, Erdung und Zugehörigkeit.
Es ist die Basis, auf der unser Vertrauen wachsen kann.

Wenn dieses Chakra im Ungleichgewicht ist, suchen wir Halt im Außen – in Beziehungen, Erfolg, Besitz oder Kontrolle.
Wir bauen uns einen Panzer, der Stabilität verspricht, aber uns zugleich von unserer Lebendigkeit trennt.

Wahre Sicherheit entsteht jedoch, wenn wir uns in uns selbst verankern.
Nicht in Dingen, sondern im Sein.
Nicht im Außen, sondern im Innen.

Echte Sicherheit entsteht, wenn du dir selbst vertraust und in Verbindung mit dir selbst bist – intuitiv

Das ist kein Konzept, das man sich vorsagt.
Es ist ein Gefühl, das wächst – mit jedem Moment, in dem du das Leben so annimmst, wie es kommt.

Erst wenn wir in uns selbst Wurzeln schlagen, können wir uns dem Fluss des Lebens hingeben.
Sicherheit ist nicht das Gegenteil von Loslassen – sie ist die Voraussetzung dafür.

Wurzelchakra (Muladhara), rot, Urvertrauen Erdung

Zwischen Vertrauen und Kontrolle

Das Leben bewegt sich in Rhythmen.
Es ist kein gerader Weg, sondern ein Tanz aus Vorwärts und Zurück, Einatmen und Ausatmen, Mut und Zweifel.

Manchmal wagen wir Schritte ins Unbekannte – und ziehen uns dann wieder ein Stück zurück.
Doch selbst das Zurückschwingen gehört zum Fluss.

Denn Wachstum verläuft selten linear.
Wir gehen fünf Schritte vor und zwei zurück, doch jeder Schritt – auch der rückwärts – führt uns näher zu uns selbst.

Vertrauen bedeutet, den Rhythmus des Lebens zuzulassen –
zu wissen, dass alles Teil des Lebens ist.


Fazit – Heilung durch Hingabe

Surrender ist kein Ziel, das man erreicht.
Es ist eine Praxis, eine Haltung, ein Vertrauen in das, was größer ist als wir selbst.

Wenn wir loslassen, öffnen wir uns für das, was wirklich zu uns gehört.
Dann entsteht Heilung & natürlicher Wachstum– auf unseren Reisen, in unseren Beziehungen, in uns selbst.

🌊 Lass los. Vertraue. Und finde Frieden im Fließen.

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